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Über den Gartenzaun gefragt - Dezember 2018

Hallo, hier ist zum letzten Mal 2018 der „Garten-Olaf“.

Selbst für den emsigsten Kleingärtner neigt sich das Gartenjahr dem Ende zu. Die Vegetation ruht weitgehend, d.h., Pflanzen sind photosynthetisch inaktiv ohne jegliches Wachstum, Blühaktivitäten und Fruchtbildung.

Anfallende Arbeiten sind nun fast auf „Null“. Sobald diese abgeschlossen sind, werden alle Gartengeräte ordentlich gesäubert und eingeölt. Das betrifft zum größtem Teil die Bodenbearbeitungsgeräte. Vergessen Sie auch nicht die Wassertonnen zu entleeren. Es wäre schade, wenn im Frühjahr neue angeschafft werden müssten, weil der Frost diese zerstört hat.

Herbstlaub als Wärmedecke auf die Beete verteilen. Damit die Rasengräser nicht faulen, befreie man diese vom Laub. Lassen Sie ein wenig Schnittgut von Sträuchern und Bäumen in einer geschützten Ecke liegen. Somit bieten Sie den Tieren, z.B. Igel, Schutz, Wärme und einen Unterschlupf.

Eine Arbeitsaufgabe im Winter ist die Baumpflege. Man versehe die Stämme mit einem weißen Kalkanstrich. Vor allem junge Bäume sollten diesen Schutzanstrich erhalten. Die weiße Farbe verhindert, dass sich die Rinde an sonnenintensivien Tagen zu stark erwärmt und bei anschließendem Frost reißt. Das sind „Einfallstore“ für Krankheitskeime, die den Baum dauerhaft schädigen können.

Auch sollte man seine Obstbäume jetzt einer genauen Kontrolle unterziehen, um Schädlingsnester auszumachen und zu entfernen. In Astgabeln, an kleinen Zweigen oder an zusammengerollten, vertrockneten Blättern befinden sich häufig Gelege verschiedener Schädlinge, die man leicht entfernen kann.

Leimringe, die im Oktober an die Obstbäume angelegt wurden, sollten man noch einmal kontrollieren. Häufig setzen Staub und Schmutz den Leimringen so zu, dass sie unbrauchbar werden und die Weibchen des Frostspanners diese mühelos überwinden.

Sehen sie an den Zweigen der Obstbäume krebsartige Wucherungen, sollten diese sofort entfernt werden, da sie sonst ganze Astpartien zum Absterben bringen können!

Gartenfreunde, die all ihre Utensilien in einem Gartenschuppen deponiert haben, sollten hinsichtlich Samen und Pflanzenschutzmittel (PSM) beachten, dass diese frostempfindlich sind. Bei einigen Mitteln liegt die Grenze sogar bei +5° C. Alle Samen und PSM auf Ablaufdaten kontrollieren und anschließend im Keller sicher vor Kinderhänden aufbewahren.

Vergesst auch die einheimische Vogelwelt nicht. Wir sollten unsere gefiederten Freunde aber nur bei Frost und Schnee füttern.

Eine Bauernregel besagt „Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da“; soll bedeuten, schneidet man Kirschzweige am St.-Barbara-Tag, dem 4. Dezember, stellt diese in der Wohnung in eine Vase, so blühen sie nach etwa drei Wochen exakt Weihnachtszeit. Somit erfreut man sich in der kalten und düsteren Winterzeit mit hübschen Farben und bringt sich damit symbolisch ein wenig Licht in sein Zuhause.

Liebe Gertenfreundinnen und Gartenfreunde, ich möchte Ihnen und Ihren Angehörigen ein besinnliches und angenehmes Weihnachtsfest, ein gesundes Neues Jahr sowie Schaffenskraft für 2019 wünschen.

Euer „Garten-Olaf“